Den Weg der Leukämieentstehung verstehen
Dieses Projekt verfolgt den „Lebenslauf“ von Blutstammzellen. Wir untersuchen, wann die erste Veränderung im Mutterleib geschieht und welche weiteren Schritte im Kindesalter dazu führen, dass aus einer gesunden Zelle eine Krebszelle wird.
P5: Leukämieentstehung
Projektbeschreibung
Dieses Projekt zielt darauf ab zu verstehen, wie eine häufige Form von Leukämie im Kindesalter (genannt ETV6::RUNX1-positive ALL) entsteht und sich entwickelt. Kinder mit dieser Leukämieform tragen in der Regel bereits vor der Geburt genetische Veränderungen in einigen ihrer Zellen. Später in der Kindheit können diese Zellen zusätzliche Veränderungen erwerben und sich zu Leukämiezellen entwickeln. Bislang ist jedoch nicht genau bekannt, welche frühen Zellen diese erste Veränderung tragen oder wie sie sich später zu Krebszellen entwickeln.
Um diese Fragen zu beantworten, untersuchen Forschende z.B. Blutproben von Neugeborenen. Dabei analysieren sie einzelne Zellen sehr detailliert, um herauszufinden:
- Welche Zellen die erste leukämiebezogene Veränderung tragen
- Welche zusätzlichen Veränderungen auftreten, bevor sich eine Leukämie entwickelt
- Wie sich diese Zellen vermehren, verändern und schließlich zu Krebszellen werden
Durch die Zusammenführung all dieser Informationen hofft das Forschungsteam, frühe Warnzeichen zu identifizieren – also bestimmte genetische Veränderungen, die auf ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Leukämie hinweisen.
Wenn sich diese Warnzeichen bestätigen, sollen einfache Tests entwickelt werden, mit denen das Nabelschnurblut von Neugeborenen auf diese Risikomarker untersucht werden kann. Das langfristige Ziel ist die Entwicklung eines Risikoscores, der Ärztinnen und Ärzten helfen könnte, Kinder mit erhöhtem Risiko frühzeitig zu erkennen und intensiver zu betreuen– lange bevor eine Leukämie tatsächlich ausbricht.
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Das Team
Dieses Projekt wird in der Gruppe "Cancer Bioinformatics and Multiomics" am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg durchgeführt
Projektleitung:
Dr. David Koppstein
Wissenschaftliches Team:
Vithusan Suppiyar
Ahmed Elashy