Unsichtbares sichtbar machen

Genetische Veränderungen in der DNA sind mit bloßem Auge nicht erkennbar – doch sie können entscheidend für die Entstehung von Leukämie sein.
Wir entwickeln hochspezialisierte „molekulare Marker“ (FISH Sonden), die diese Veränderungen gezielt sichtbar machen. Mithilfe modernster Technologien wie der FISH-Methode bringen wir genetische Auffälligkeiten zum Leuchten – direkt in einzelnen Zellen. So schaffen wir die Grundlage, um nicht die genetische Veranlagungen früh auf zellulärer Ebene zu erkennen.


P3: Molekulare Textmarker

Projektbeschreibung

Die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) ist eine molekularbiologische Methode zum Nachweis von Nukleinsäuren (RNA oder DNA) in Geweben, einzelnen Zellen oder auf Metaphasenchromosomen. Aufgrund des Vorteils der FISH-Technologie, genetische Veränderungen wie Gentranslokationen, Fusionen, Deletionen und Zugewinne direkt in den entsprechenden Zellen nachweisen zu können, gilt FISH als „Goldstandard“ für die Analyse solcher Genveränderungen. Die ZytoVision GmbH wurde 2004 in Bremerhaven gegründet und gehört seit 2021 zur internationalen Unternehmensgruppe ZYTOMICS. ZYTOMICS ist ein führender Hersteller und Anbieter von Produkten und Lösungen, die in der klinischen Krebsdiagnostik eingesetzt werden. Die ZytoVision ist auf die Entwicklung und Herstellung von Sonden für die In-situ-Hybridisierung an Gewebeschnitten oder an auf Objektträgern fixierten Zellpräparaten spezialisiert. Das Standard-FISH-Sondenportfolio umfasst derzeit mehr als 50 Leukämie-relevante Sonden, von denen 22 in direktem Zusammenhang mit ALL-Erkrankungen stehen. Um eine kombinierte Analyse genetischer Veränderungen mit DNA-Sonden (FISH) und Zelloberflächenmarkern mit fluorochrommarkierten Antikörpern (Flow) bei pädiatrischen ALL-Patienten zu ermöglichen, haben wir kürzlich in enger Zusammenarbeit mit unserem Partner Charité Universitätsmedizin Berlin (P2) einen Flow-FISH-Ansatz für FISH in Suspension entwickelt, der in der Imaging Flow Cytometry eingesetzt werden kann. 

Ziel dieses Teilprojekts ist es, einen zuverlässigen, hochspezifischen und sensitiven Flow-FISH-Assay für das Hochdurchsatz-Screening von Nabelschnurblutproben auf Einzelzellniveau zu etablieren. Dazu werden wir das entsprechende Flow-FISH-Protokoll für die Verwendung mit Nabelschnurblutproben etablieren und Flow-FISH-Sonden zum Nachweis ALL-relevanter Genveränderungen entwickeln.

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Das Team


Dieses Projekt wird bei ZytoVision GmbH in Bremerhaven durchgeführt

Projektleitung:

Dr. Britta Meyer

Wissenschaftliches Team:

Dr. Isabel Rausch
Gabriele Körner