Wie die Umwelt das Immunsystem prägt
Warum erkrankt schließlich eines von 100 Kindern mit der genetischen ETV6::RUNX1-Veranlagung tatsächlich an Leukämie? Wir glauben, dass die Antwort in der frühen Kindheit liegt.
Unser Immunsystem wird früh im Leben geformt – durch den Kontakt mit Mikroorganismen und alltäglichen Infektionen.
Wir untersuchen, wie diese Einflüsse das Immunsystem „trainieren“ und welche Rolle sie bei Kindern mit genetischer Veranlagung für Leukämie spielen. Unsere Forschung folgt der Hypothese, dass ein zu wenig gefordertes Immunsystem später überreagieren kann – mit möglichen Folgen für die Krankheitsentstehung.
Ziel ist es, schützende Faktoren zu identifizieren und daraus konkrete Empfehlungen für eine gesunde Immunentwicklung abzuleiten.
P4: Training der Abwehrkräfte
Projektbeschreibung
Unsere Forschung untersucht, wie sich genetische Veränderungen, Immunreaktionen und mikrobielle Einflüsse auf die Entstehung von akuter lymphatischer Leukämie (ALL) im Kindesalter auswirken. Eine bestimmte genetische Veränderung, die ETV6::RUNX1-Translokation, kann präleukämische Zellen hervorrufen, die sich später zu einer Leukämie entwickeln können. Wir vermuten, dass abnorme Immunreaktionen auf Infektionen oder andere frühe Immunherausforderungen dieses Risiko verstärken können. Ziel unserer Studie ist es, besser zu verstehen, wie Virusinfektionen, Veränderungen des Mikrobioms und Immunantworten das Entstehen von Leukämie begünstigen. Langfristig wollen wir innovative Methoden zur Früherkennung von Leukämierisiken entwickeln, etwa durch Liquid-Biopsy-Technologien oder Mikrobiomanalysen, hierfür arbeiten wir eng mit den Teams der Projekte P5 und P6/7 zusammen.
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Das Team
Dieses Projekt wird im Insitut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie am Universitätsklinikum Bonn durchgeführt
Projektleitung:
Prof. Dr. Aleksandra Pandyra
Wissenschaftliches Team:
Eleni Vasileiou